Arbeitsmarkt

Der Arbeitsmarkt im März 2022

ARBEITSMARKT IM MÄRZ 2022 – TROTZ KRIEG IN DER UKRAINE WEITER GÜNSTIGE ENTWICKLUNG

Nachdem die coronabedingten Einschränkungen den wirtschaftlichen Aufschwung zum Jahreswechsel ausgebremst hatten, verbessern Lockerungen nun die Lage insbesondere im Gastgewerbe und im Handel. Der Krieg in der Ukraine belastet aber die weitere wirtschaftliche Entwicklung. Mit der einsetzenden Frühjahrsbelebung setzte der Arbeitsmarkt seinen Erholungskurs im März jedoch weiter fort. Arbeitslosigkeit und Unterbeschäftigung sind saisonbereinigt gesunken, und auch im Vorjahresvergleich waren Abnahmen zu verzeichnen. Die Folgen der Corona-Krise zeigten sich weiterhin vor allem in einer erhöhten Langzeitarbeitslosigkeit. Die gemeldete Nachfrage nach neuen Mitarbeitern bewegte sich auch in diesem Monat auf hohem Niveau. Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung, für die Angaben bis zum Januar vorliegen, ist saisonbereinigt erneut kräftig gestiegen. Die Inanspruchnahme von Kurzarbeit war im Januar nach vorläufigen Angaben rückläufig.

SOZIALE SICHERUNG BEI ARBEITSLOSIGKEIT
Im März 2022 gab es nach vorläufiger Hochrechnung der Statistik der Bundesagentur für Arbeit in der Summe 4.261.000 Menschen, die Lohnersatzleistungen nach dem SGB III (Arbeitslosengeld bei Arbeitslosigkeit) oder Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts für Arbeitsuchende nach dem SGB II (Arbeitslosengeld II) erhalten haben. Im Vergleich zum März 2021 waren das 596.000 weniger. Unterteilt nach Rechtskreisen, waren im März 2022 744.000 Menschen arbeitslosengeldberechtigt, während 3.579.000 Menschen Ansprüche an die Grundsicherung für Arbeitsuchende hatten. Binnen eines Jahres ist die Zahl der Leistungsberechtigten von Arbeitslosengeld um 282.000 gesunken. In der Grundsicherung für Arbeitsuchende wurden seit März des letzten Jahres 355.000 erwerbsfähige Leistungsberechtigte weniger gezählt. AUSBILDUNGSMARKT Im Beratungsjahr 2021/22 haben von Oktober 2021 bis März 2022 die Ausbildungsstellenmeldungen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum deutlich zugelegt, nachdem sie zwei Jahre in Folge zurückgegangen waren. Bei der Zahl der gemeldeten Bewerberinnen und Bewerber setzt sich dagegen bis zum aktuellen Zeitpunkt die rückläufige Entwicklung fort. Wie in den Vorjahren übersteigt die Zahl der bislang gemeldeten Ausbildungsstellen die der gemeldeten Bewerberinnen und Bewerber. Im März ist der Ausbildungsmarkt noch stark in Bewegung. Deshalb erlauben die aktuellen Daten nur eine vorläufige Einschätzung der Entwicklung im Berichtsjahr 2021/22.

EINSATZ DER ARBEITSMARKTPOLITISCHEN INSTRUMENTE
Infolge der Kontaktbeschränkungen wurden seit Beginn der Corona-Krise erheblich weniger arbeitsmarktpolitische Maßnahmen begonnen als in den entsprechenden Monaten vor der Corona-Krise. Im März 2022 haben nach vorläufigen Daten 742.000 Personen an einer vom Bund oder der Bundesagentur für Arbeit geförderten arbeitsmarktpolitischen Maßnahme teilgenommen. Das waren 5 Prozent weniger als im Vorjahresmonat, im Vergleich zu März 2020 waren es 16 Prozent weniger. Die Förderung durch Instrumente der aktiven Arbeitsmarktpolitik (bezogen auf die Summe der aktivierbaren Personen) lag im März 2022 mit 19,9 Prozent über dem Niveau des Vorjahres (+2,4 Prozentpunkte), aber noch deutlich unter dem Niveau von März 2020 (-2,7 Prozentpunkte). Im März 2022 wurden 373.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Mitteln der Arbeitslosenversicherung gefördert, 368.000 Personen haben an Maßnahmen teilgenommen, die aus Mitteln der Grundsicherung für Arbeitsuchende finanziert wurden.

Quelle: Monatsbericht März 2022 - Bundesagentur für Arbeit