Arbeitsmarkt

ARBEITSMARKT IM MÄRZ 2018 – WEITERER RÜCKGANG VON ARBEITSLOSIGKEIT UND UNTERBESCHÄFTIGUNG

Die deutsche Konjunktur befindet sich in der Hochphase des Aufschwungs, der von einer guten welt- und binnenwirtschaftlichen Entwicklung getragen wird. Die aktuellen Konjunkturindikatoren liegen nach wie vor auf einem sehr hohen Niveau, gaben aber zuletzt nach. Die positive Entwicklung am Arbeitsmarkt setzt sich fort. Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung wächst weiter kräftig, und die Nachfrage nach neuen Mitarbeitern bleibt auf hohem Niveau. Im März verringern sich Arbeitslosigkeit und Unterbeschäftigung stärker als jahreszeitlich üblich, so dass erneut deutliche saisonbereinigte Abnahmen zu verzeichnen sind. Auch die Vorjahreswerte werden in erheblichem Umfang unterschritten.

SOZIALE SICHERUNG BEI ARBEITSLOSIGKEIT

Nach vorläufiger Hochrechnung gab es im März 2018 4.948.000 erwerbsfähige Leistungsempfänger von Arbeitslosengeld und Arbeitslosengeld II. Im Vergleich zum März 2017 ist die Zahl der Menschen, die Lohnersatzleistungen nach dem SGB III (Arbeitslosengeld) oder Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts für Arbeitsuchende nach dem SGB II (Arbeitslosengeld II) erhalten haben, um 210.000 gesunken. Arbeitslosengeld haben im März 768.000 Menschen erhalten. Gegenüber dem gleichen Monat des Vorjahres hat die Zahl der Arbeitslosengeldbezieher um 49.000 abgenommen. Arbeitslosengeld II haben nach aktueller Hochrechnung der Bundesagentur für Arbeit 4.260.000 Menschen erhalten, im Vergleich zum Vorjahr 168.000 weniger.

AUSBILDUNGSMARKT

Von Oktober 2017 bis März 2018 wurden der Bundesagentur für Arbeit und den Jobcentern mehr Ausbildungsstellen gemeldet als im Vorjahreszeitraum. Die Bewerbermeldungen liegen dagegen unter denen des Vorjahres. Rein rechnerisch übersteigt im März 2018 die Zahl der gemeldeten Ausbildungsstellen die der gemeldeten Bewerber. Allerdings ist der Ausbildungsmarkt zum jetzigen Zeitpunkt noch sehr in Bewegung, weil in den kommenden Monaten noch weitere Meldungen von Bewerber und Stellen eingehen. In den letzten Jahren war dabei bis März ein merklich höherer Anteil an Ausbildungsstellen des gesamten Berichtsjahres gemeldet als das bei den Bewerbern der Fall war. Deshalb ist es für eine fundierte Bewertung zu früh. Die bereits in den Vorjahren zu beobachtenden regionalen, berufsfachlichen und qualifikatorischen Disparitäten erschweren auch 2017/18 den Ausgleich von Angebot und Nachfrage erheblich.

EINSATZ DER ARBEITSMARKTPOLITISCHEN INSTRUMENTE

Im März 2018 haben nach vorläufigen Daten 852.000 Personen an einer vom Bund oder der Bundesagentur für Arbeit geförderten arbeitsmarktpolitischen Maßnahme teilgenommen. Das waren 9 Prozent weniger als im Vorjahresmonat. Die Förderung durch Instrumente der aktiven Arbeitsmarktpolitik lag damit bezogen auf die Summe der aktivierbaren Personen leicht unter dem Niveau des Vorjahres (-0,8 Prozentpunkte). 457.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer wurden aus Mitteln der Arbeitslosenversicherung gefördert, 395.000 Personen haben an Maßnahmen teilgenommen, die aus Mitteln der Grundsicherung für Arbeitsuchende finanziert wurden.

 

Quelle: Monatsbericht März 2018 – Bundesagentur für Arbeit